Cannabinoide THC und CBD

Cannabinoide, die an die Rezeptoren des Endocannabinoid-Systems andocken, sind Moleküle, die als natürliche Botenstoffe mit dem Körper interagieren. Sie können endogen (körpereigen) und exogen (von außen zugeführt) sein. 

Endogene Cannabinoide sind Botenstoffe, die vom eigenen Körper produziert und ausgeschüttet werden. Sie werden gebildet, wenn sie benötigt werden und bauen sich durch Enzyme wieder ab. Die Endocannabinoide werden unter anderem aus Omega-3 und anderen körpereigenen ungesättigten Fettsäuren hergestellt. Durch die Fähigkeit des Körpers Cannabinoide selbst zu produzieren, hat jeder Mensch ein eigens „Level“ an endogenen Cannabinoiden. Das erklärt, dass exogene Cannabinoide bei jedem unterschiedlich wirken. Forscher gehen davon aus, dass bei bestimmten Krankheiten eine gewisse Unterfunktion der körpereigenen Cannabinoide - bzw. des Vermögens sie bei Bedarf zu produzieren - mitverantwortlich für die jeweilige Symptomatik ist.

Exogene Cannabinoide sind Botenstoffe, die von außen auf das Endocannabinoid-System wirken, bspw. Tetrahydrocannabiol (THC) und Cannabidiol (CBD). Werden Exogene Cannabinoide in das System aufgenommen, so interagieren sie mit dem Körper und lösen Reaktionen aus.

THC UND CBD

Die exogenen Cannabinoide CBD (Cannabidiol) und THC (Δ-9-Tetrahydrocannabinol) aktivieren das Endocannabinoid-System stärker als die endogenen (körpereigenen) Cannabinoide. Diese beiden Wirkstoffe der Hanfpflanze haben sehr unterschiedliche Anwendungsbereiche, da sie bei der Einnahme auch sehr unterschiedlich wirken.

THC

THC hat eine psychoaktive und in hohen Dosen berauschende Wirkung. Das heißt, dass es das zentrale Nervensystem beeinflusst. Es aktiviert bewusst das Seelenleben, Verhalten und die Stimmung. THC wird aber auch in der Medizin mit entsprechendem Rezept v.a. in der Schmerztherapie eingesetzt. Medizinisch verwendet und gering dosiert macht es kaum „high“ oder „stoned“, sondern wird eingesetzt, um gezielt Symptome zu behandeln. Dabei wird THC u.a. schmerzlindernd, muskelentspannend, bei Störungen des Bewegungsapparats (bspw. Zittern), zur Minderung von Spastiken, gegen Übelkeit und Brechreiz sowie zur Hemmung der Magensäure-Produktion eingesetzt.

CBD

CBD ist der Antagonist, der Gegenpart, des THC. Während THC berauscht, wirkt CBD nicht berauschend, sondern gleicht eine Rauschwirkung aus. CBD wird eine entspannende, angstlösende, entzündungshemmende und beruhigende Wirkung nachgesagt. CBD setzt sich an verschiedene Rezeptoren an, sodass es das körpereigene System auf unterschiedlichen Ebenen unterstützen und in Balance bringen kann. Dementsprechend balanciert es auch die psychotrope Wirkung des THC aus, so dass man es verwendet um „wieder runterzukommen“. Allerdings ist es entscheidend dem Körper etwas Zeit zu geben, die externe Zufuhr von CBD zu verarbeiten. Je nach Konzentration kann es zwischen 10 und 30 Tage dauern, obwohl die meisten unmittelbar etwas merken. CBD-Öl hat vielfältige Wirkung, die von der Konzentration abhängt. In medizinischer Dosierung und Gebrauch wird es v.a. krampflösend, angstlösend, antidepressiv, antipsychotisch; entzündungshemmend und entspannend eingesetzt.

WEITERE CANNABINOIDE

Die moderne Forschung geht davon aus, dass die Cannabispflanze insgesamt über 140 Cannabinoide entwickelt. Die bekannteren sind CBC (Cannabichromen), das anti-inflammatorische (entzündungshemmende) und analgetische (schmerzlindernde) Wirkungen nachwies und CBG (Cannabigerol), das ebenfalls analgetische (schmerzlindernde) aber auch anti-depressive und anti-inflammatorische (entzündungshemmende) Wirkungen aufwies.

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